Gestalttherapie in Bochum

 

Was ist Gestalttherapie?

 

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Der Begriff „Gestalt“ kommt aus der Gestaltpsychologie und lässt sich am ehesten mit „Ganzheit“ übersetzen? Die Gestaltpsychologie nimmt an, dass der Mensch seine Wahrnehmungen zu sinnvollen Einheiten versucht zu schließen. Diese geordneten Ganzheiten werden als „Gestalten“ bezeichnet. Das Ganze ist demnach mehr und etwas anderes als die Summe ihrer Teile.

 

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Fritz Perls (einer der Begründer der Gestalttherapie, Arzt und Psychoanalytiker) ging davon aus, dass viele Menschen „zersplittert“ sind und ihnen die Ganzheit fehlt.

Dadurch erleben sie bewusst nur Teile ihrer Selbst und nicht sich selbst als Ganzes, meist in Form von Defiziten.

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Dem Menschen zu helfen sich seiner verdrängten, unbewussten Anteile bewusst zu werden, sie zu akzeptieren und zu integrieren und so zu einer neu erlebten Ganzheit zu verhelfen ist das Ziel der Gestalttherapie. Unter „Integration“ kann ein emotionales Nachreifen, ein Erwachsenwerden verstanden werden. Heilung ist somit das Schließen einer noch offenen Gestalt.

 

Der Ausgangspunkt der gestalttherapeutischen Arbeit ist das „Hier und Jetzt“, denn Denken, Fühlen und Erleben sind immer nur in der Gegenwart möglich.

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Durch Achtsamkeit (Bewusstheit) kann bewusst gemacht werden, was oft automatisch abläuft. Erst wenn der Mensch versteht wie alles zusammenhängt, und wenn er lernt die Wirkung vergangener Ereignisse und früheren Erfahrungen zu reflektieren, kann sich der Blick auf die Vergangenheit ändern und damit auch das Erleben in der Gegenwart. Ganzheitliche Erfahrungen in der Gegenwart, ein bewusstes Erleben von dem, was gerade ist, sind Voraussetzungen für wirklichen Kontakt mit sich und anderen Menschen. Wirklicher Kontakt zu anderen Menschen ist eine wichtige Voraussetzung für Veränderungsprozesse, persönliches Wachstum und Entwicklung der Persönlichkeit.

 

Unterstützend für diesen Prozess ist die Therapeuten-Klienten-Beziehung. Die akzeptierende, wohlwollende Haltung des Therapeuten trägt mit dazu bei, dass der Klient sich öffnen und auch die eigenen Schattenseiten anschauen kann. Ängste, Selbstzweifel, Rückzug, übertriebene Freundlichkeit, Aggression uvm. werden gewürdigt. Sie wurden eingesetzt um zu überleben. Die Gestalttherapie will helfen aus der Dynamik dieser Verhaltensmuster, die eher hinderlich als förderlich zu sein scheinen, herauszukommen, damit authentisches Leben möglich ist.

 

Die Gestalttherapie ist eine erfahrungsorientierte Methode, die den Menschen respektvoll als Ganzes sieht. Sie geht davon aus, dass in seinem Innersten – oft verschüttet – Ressourcen liegen, die förderlich für seine Heilung und Weiterentwicklung sind. Auf vielfältige Art und Weise versucht sie den Menschen wieder mit sich selbst in Kontakt zu bringen, d.h. im Hier und Jetzt zu fühlen, wahrzunehmen, was gerade ist, Daraus kann sich ein ganz persönlicher Wachstumsweg entwickeln.